Messier 67 – Offener Sternhaufen im Krebs
Messier 67 ist ein ganz besonderes Objekt am Frühlingshimmel. Auf den ersten Blick wirkt er vielleicht nicht so spektakulär wie ein heller Kugelsternhaufen oder eine große Galaxie. Aber genau darin liegt sein Reiz. M67 ist ein offener Sternhaufen im Sternbild Krebs. Er gehört zu den ältesten bekannten offenen Sternhaufen überhaupt.
Während viele offene Sternhaufen astronomisch gesehen noch recht jung sind, hat M67 bereits mehrere Milliarden Jahre überdauert. Damit ist er so etwas wie ein echter Veteran unter seiner Art. Dass ein offener Sternhaufen über einen so langen Zeitraum zusammenbleibt, ist eher selten. Für Astronomen ist M67 deshalb besonders interessant, weil er viel darüber verrät, wie sich Sterne entwickeln und wie sich Sternhaufen im Laufe sehr langer Zeit verändern.
Mit einer Entfernung von ungefähr 2700 Lichtjahren ist M67 vergleichsweise gut erreichbar für die Beobachtung. Schon in kleineren Teleskopen erscheint er als feine, lockere Ansammlung vieler schwächerer Sterne. Je mehr Öffnung und Vergrößerung man zur Verfügung hat, desto schöner zeigt er sich. Dann wirkt M67 fast wie ein verstreutes Sternenfeld mit unzähligen kleinen Lichtpunkten, die dicht genug beieinander stehen, um klar als zusammengehörig erkennbar zu sein.
Fotografisch ist M67 ein lohnendes Ziel. Er passt gut in mittlere Brennweiten und wirkt auf Bildern oft sehr fein und detailreich. Anders als bei vielen dramatischen Nebeln lebt seine Wirkung nicht von kräftigen Farben, sondern von seiner dichten, ruhigen Sternfülle. Für Astrofotografen, die den Himmel nicht nur spektakulär, sondern auch ästhetisch und subtil festhalten möchten, ist M67 deshalb ein wunderbar dankbares Objekt.

